Quicktipp – TimeCapsule selbst bauen!

Quicktipp – TimeCapsule selbst bauen!

Vor einigen Tagen dachte ich mir, starte doch mal ein Projekt mit dem Thema „Eigenen Home-Server bauen“, vor allem wollte ich damit die TimeCapsule von Apple ersetzen. Also sollte der Server unter anderem eine Backup-Lösung over the air für meinen Mac darstellen. Nun nachdem dieses Projekt erfolgreich beendet wurde, dachte ich, es wäre sinnvoll, für euch ein „Tutorial“ anzubieten!

Zuerst sollten wir klären was man dazu benötigt. Ihr braucht als erstes einen Rechner, es muss keine neue Hardware sein. Ihr könnt euch auch bei ebay einen Standalone-Server kaufen, gebraucht gibt es die schon für knapp 100€. Es reicht durchaus ein alter Prozessor, die Leistung stellen wir einfach mal hinten an. Wichtiger ist jedoch die Festplattenkapazität. Es sollte min. eine große Festplatte fest eingebaut sein und logischerweise sollte eine Netzwerkkarte und USB Anschlüsse vorhanden sein,
Weiterhin braucht ihr eine externe USB-Festplatte, empfehlenswert wären hier min 1 TB.

Als nächstes benötigt ihr (nur für die Installation) einen Monitor und eine Tastatur. Das Betriebssystem für euren Server könnt ihr selbst wählen, ich entschied mich für die Linux Distribution „Ubuntu-Server“, dieses OS könnt ihr >hier< kostenlos downloaden und direkt auf eine BootCD brennen.

Für die Installation der Ubuntu-Server Distribution könnt ihr euch am besten folgendes „How-To“ downloaden. Dort ist alles Schritt- für Schritt erklärt. Ebenso, wie man im Anschluss einen Samba bzw. NFS Server installiert. Dies ist nämlich zwingend erforderlich um mit dem Server eine „TimeCapsule“ zu ersetzen.

Beispiel wie eure Samba Freigabe eingerichtet wird!

Sobald ihr euren Samba/NFS Server installiert und konfiguriert habt, kann es auch schon fast losgehen. Ihr solltet nun schon eure gerade eben erstellten „Freigaben“ im Finder sehen. Ist dies nicht der Fall, startet den Server einfach nochmal neu.

Als nächstes müsst ihr euere externe USB-Festplatte an den Server anschließen und „mounten“ dies funktioniert mit dem Befehl „sudo mount /dev/<sdb (falls nur eine interne Platte vorhanden> /mnt/<Wunschname>“ , habt ihr mehrere Platten müsst ihr erst schauen wie die aktuelle USB-Platte im System zugeordnet ist. Eine Auflistung aller angeschlossenen Geräte bekommt ihr mit dem Befehl „dmesg“

Sollte es beim „mounten“ zu Problemen kommen, kann es durchaus sein das ihr eure Platte zunächst Formatieren müsst. Dies geschieht am einfachsten mit folgendem Befehl „sudo mkfs.ext3 /dev/<Platte bsp. sdb>
.

Nun, sofern eure Platte erfolgreich gemountet wurde, müsst ihr diese Platte noch als Samba Freigabe im Netzwerk bereitstellen. Wie das funktioniert wisst ihr ja bereits, einfach noch mal ins „How-To“ unter Samba schauen.

Ist das erledigt, solltet ihr die Freigabe auf eurem Mac sehen, klickt sie an so das, das Volume auf dem Desktop angezeigt wird. Nun müsst ihr das Volume noch für Time Machine konfigurieren. Hierzu besucht ihr folgende Seite >Link<, ladet euch die makeImage.sh herunter und folgt der Kurzbeschreibung auf der Seite.

Habt ihr nun alles wie beschrieben erledigt, solltet ihr in den Systemeinstellungen-TimeMachine das gerade erstellte Netzwerklaufwerk als Volume auswählen können. Eines sei an der Stelle allerdings noch erwähnt, je nach Größe eures Systems wird die 1. Sicherung extrem lange dauern, bei mir waren es knapp 24 Stunden. Dies muss man leider in Kauf nehmen, jedes weitere Backup wird jedoch automatisch im Hintergrund gemacht und geht daher schneller.

Solltet ihr noch Fragen oder Probleme mit der Durchführung haben, kontaktiert mich einfach!

©rock-my-mac|Falco Jung

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