Sicherheit hat ihren Preis

Sicherheit hat ihren Preis

Apple quält seine User mit starken Restriktionen. Das ist eine Sache, die viele Smartphone-Besitzer davon abhält, sich für ein iPhone zu entscheiden. Dich Suche endet dann meist bei dem anderen Platzhirsch in der MobileOS-Szene – bei Android. Denn Android scheint all das zu haben, was man beim iPhone vermisst: mehr kostenlose Apps, keine enge Bindung zum Hersteller u.s.w. Doch um welchen Preis?

Aus unerwarteter Ecke kam in dieser Woche eine Dokumentation aus dem Hause Symantec heraus. Der führende Hersteller von Virensoftare und anderweitigen Computerschutzprogrammen hat die beiden Betriebssysteme iOS und Android genauer unter die Lupe genommen und sie auf verschiedenste Weise einem Test unterzogen. Ziel war es, herauszufinden, inwieweit das OS den Anwender vor Viren und anderen Attacken schützt. Das Ergebnis hätte nicht eindeutiger ausfallen können. Die Begündungen sind in einem 23-seitigen Dokument aufgelistet.

Im Vordergrund stehen die Angriffe durch Malware. iOS hat hier absolut vorbildliche Arbeit geleistet, während Android hier komplett versagt hat. Grund ist unter anderem die Politik, die hinter dem Appstore steht. Da Apple den Appstore komplett moderiert und die eingereichten Apps auf Schwachstellen und Fehlprogrammierung überprüft, so wird im Vorfeld schon vieles an „mieser“ Software herausgefiltert. Der Appstore von Android hingegen bietet solch schädigender Software freies Tor. Man kann also über den Apple-Store meckern wie man möchte, die Politik dahinter hat zumindest einen hohen Schutzfaktor. (Die Rede hierbei ist nicht von iPhones, die einem Jailbreak unterliegen und ihre Apps an anderen Stellen bezogen haben.) Sicherlich bietet auch das iOS diverse Stellen, die zu einem Sicherheitsproblem werden könnten. Das räumte Symantec auch ein. Doch diese Lücken werden nicht unbedingt als relevant eingestuft.

Es bleibt also nach wie vor eine Glaubensfrage: stellt man sich den Restriktionen von Apple und geniest dagegen den ein oder anderen Sicherheitskomfort, oder aber will man ein offenes System, mit dem man machen kann, was man will, steht dann aber in der Gefahr, sich die ein oder anderen „Besucher“ auf die Plattform zu holen.

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3 Kommentare

  • Also ich für meine Person bin gerne bereit ein paar wenige Cent für eine App zu bezahlen. Ich meine immerhin haben sich Personen dahinter gesetzt und dieses Programm / Spiel entworfen und warum sollten die dafür keinen angemessenen Lohn erhalten. Und oftmals kosten die Apps im Store nur 79 Cent was für mich vollkommen okay ist. Von daher finde ich die Politik von Apple bei weitem besser.

  • Lieber installiere ich mir ein Antivirenprogramm auf meinem Androiden als das ich mich freiwillig Restriktionen unterwerfe. Ich verstehe nicht wiso es immernoch Leute gibt die für nen angebissenen Apfel so viel geld bezahlen und sich zu Sklaven von Steve Jobs machen lassen.

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