Noch ein Apple-Magazin?

Noch ein Apple-Magazin?

Mit der wachsenden Popularität der Apple-Produkte steigt natürlich hier und da auch der Bedarf an entsprechendem Lesestoff zu diesem Thema. Man hat inzwischen sogar den Eindruck, dass die Magazine, die Mac und Co. besprechen, allmählich die Anzahl der PC-Magazine übertrumpfen. Das spricht ganz sicher für eine Marke und zeigt deutlich auf, wie mächtig so ein Unternehmen werden kann. Aber trotzdem ist der Titel dieser Artikels etwas… sagen wir mal „provokant fragend“ formuliert. Warum denn noch ein Magazin?

Ja, es gibt ein weiteres Apple-Magazin. Aber auch ein weiteres, durchaus lesbares. Denn es verfolgt ein vielleicht etwas anderes Ziel, als alle anderen. Es soll im Das M-Magazin nicht nur um technische Dinge gehen. Die Redakteure haben sich auf die Fahnen geschrieben, Emotionen zu wecken und Lust darauf zu machen, diese Gerätschaften zu nutzen. Und so gibt es eine ganze Reihe Artikel, die viel Hintergrundinformationen zu Apple liefern und auch viele kleine Geschichten rund um den Mac, das iPhone oder das iPad erzählen. Mal lustig, als spannend und mal informativ. Und das wird wohl auch das ganz besondere an diesem Heft sein: es ist mehr für diejenigen gedacht, die Apple lieben und für die der Mac nicht irgendein Computer ist. Wenn man das böse Wort nennen darf, es ist für Fanboys geschrieben. Man wird hier und da vielleicht mal ein kritisches Wort über irgendeine Gerätefunktion lesen können, der allgemeine Tenor ist allerdings: alles ist super, alles unglaublich hübsch und praktisch. Insofern mag diese Zeitschrift wohl Geschmacksache sein.

Auf den rund 100 Seiten gibt es vier Kategorien:

Lifestyle Hier tummeln sich sämtliche Artikel, die Geschichten um Apple oder deren Produkte erzählen. Teilweise auch sehr interessante Dinge, die  man sonst nirgendwo findet. In der aktuellen Ausgabe 2/2011 geht es zum Beispiel um einige interessante Fakten, welche die Glastreppe in diversen Apple-Stores betrifft. Nicht wichtig, aber irgendwie will man als Apple-Fan sowas lesen!

Mac-Praxis und Mobil-Praxis Natürlich geht es auch um das Arbeiten mit dem Mac und den iDevices. Tipps und Tricks sind hier genauso zu finden, wie Neuheiten und Previews. Was immer wieder Thema sein wird ist, wie iPad und iPhone zukünftig das Zuhause steuern und regeln werden.

Vorgestellt bildet eine Rubrik, in der so einige nette Gadgets rund um Computer, Tablets und Phones gezeigt werden. Ob nun sinnvoll oder nicht, das mag jeder selbst entscheiden. Sie zeigt aber, wie sehr die Apple-Produkte die Kreativität der Erfinder beflügeln.

So, jetzt aber mal Butter bei die Fische. Die durchweg positive Stimmung, die das M-Magazin ausstrahlt, hat einen Hintergrund. Es ist ein Magazin, welches nicht von einem unabhängigen Verlag herausgegeben wird, sondern von einer Marktkette, die sich seit vielen Jahren auf Apple spezialisiert hat. Der M-Store steckt dahin, was auch den Namen des Magazins erklärt. Man kann das nun als berechnend ansehen, so, als ob das Magazin eine typische Werbung darstellt, die dem Store mehr Umsatz bescheren soll. Aber ehrlich gesagt geht das Magazin so viel weiter, als dass man hier von purer Werbung sprechen kann. Das macht es aus meiner Sicht wieder sympathisch und lesenswert.

Das M-Magazin ist das etwas andere Apple-Magazin. Eben für den kleinen Nerd, der nichts auf seinen Mac kommen lässt.