Mindnode Pro for Mac

Mindnode Pro for Mac

Draußen regnet es, und zwar aus Eimern. Und schon hat man genug Motivation, nicht aus dem Haus zu gehen und sich um Projekte zu kümmern, die schon seit geraumer Zeit auf Eis liegen. Und wir alle wissen, dass besonders der Start eines Projektes durchaus schwierig sein kann. Und was hilft da wohl besser, als sich grafisch eine Übersicht über die Sache zu verschaffen. Eine nicht ganz unpopuläre Möglichkeit, dies zu tun, sind Mindmaps, die man bis vor einiger Zeit noch gerne auf dem Papier gemacht hat, nun aber auch digital erstellen kann.

Kurz zur Erklärung, was Mindmaps eigentlich sind. Übersetzt könnte man diese auch „Gedankenkarte“ nennen. Die Technik dahinter ist denkbar einfach. Man wählt zu einem Thema oder Projekt ein zentrales Stichwort und ordnet drumherum damit verwandte Stichworte an – untergliedert in die Haupt- und Unterzweige. Es entsteht dann eine Art Geäst von logisch angeordneten Stichworten und Bildern, die es unserem Gehirn einfacher machen, sich Dinge besser zu merken und schneller wieder abzurufen. Wissenschaftlich ist das durchaus bewiesen, muss aber – besonders wenn man anhand einer solchen Mindmap Vorträge hält – ein wenig trainiert werden. Ich mache das inzwischen schon ca. 7 Jahre und möchte sie nicht mehr missen.

Software zum Erstellen solcher Mindmaps gibt es inzwischen auch für den Mac eine ganze Menge. Ein Vertreter dieser Programme – im übrigen mit einem sehr fleißigen und sympathischen Entwickler im Hintergrund – ist Mindnode. Bestechen tut diese Applikation nicht zuletzt durch sein aufgeräumtes Aussehen und dem Fehlen von jeglichem Schnickschnack. So ist es einem möglich, hintereinander weg zu arbeiten, ohne in zig Menüs gehen zu müssen. So eignet sich diese Software sehr gut, um erst einmal ein Brainstorming zu machen und viele Stichworte zu sammeln.

Alle Knoten, die gesetzt werden, können per Drag’n’Drop verschoben oder anderen Knoten zugeordnet werden. Damit fällt es dann umso leichter, seine Gedanken in eine logische, oder mehr sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Um bei größeren Projekten die Übersicht zu behalten, ist es auch möglich, ganze Bereiche einzuklappen. Das alles geht unglaublich intuitiv vor sich. Man braucht wirklich keinerlei Anleitung zu lesen, man findet sich sofort zurecht. Nicht zuletzt ist das daran geschuldet, dass sich der Entwickler Markus Müller zu 100% an das typische Apple-Design gehalten hat.

Was in den ersten Versionen von Mindnode nicht vorhanden war, war die Möglichkeit, Bilder einzubinden. Da das der eigentliche Sinn von Mindmaps ist, nämlich dem Gehirn mit Hilfe von Bildchen oder kleinen Zeichnungen zu helfen, war das lange Zeit ein Manko. Nun aber ist auch diese Möglichkeit gegeben. Mit dem von Apple in der API zur Verfügung gestellten „Media Panel“ hat man nun Zugriff auf Aperture und iPhoto, aber auch auf iTunes, um, wenn nötig, Audio- und Video-Daten einzubetten. Auch das Verlinken von Dateien anderer Art ist möglich, wie z.B. PDF. Darüber hinaus können Bilddateien und Dateien jeglicher Art auch per Drag’n’Drop aus dem Internetbrowser oder irgendeinem Ort auf der Festplatte in den erstellten Knotenpunkt gezogen werden.

Ein großer Pluspunkt ist zudem, dass Mindnode nicht nur für den Mac, sondern auch für das iPhone und das iPad zu haben ist. Diese haben eine wunderbar gelöste Syncronisationsfunktion, was es einem sehr leicht macht, sich seine Mindmaps hin- und herzuschieben. So kann man jederzeit seine Karten auch unterwegs weiter bearbeiten. Einzige schwerwiegende Einschränkung auf den mobilen Geräten: man kann nicht mit Bildern oder anderen Medien arbeiten.

Als Fazit kann man folgendes sagen: Mindnode ist definitiv das intuitivste Programm in dieser Sparte. Es ist einfach und übersichtlich, benötigt im Grunde genommen ein Bruchteil an Einarbeitungszeit. Das ist wirklich genial gelöst! Es gibt diverse andere Software zum Erstellen von Mindmaps, die vielleicht noch sehr viel mehr Möglichkeiten bieten, noch mehr Funktionen haben. Aber darauf  hat es Mindnode nicht angelegt. Es soll eine simple Möglichkeit sein, seine Gedanken festzuhalten und zu ordnen. Und dieses Ziel hat es definitiv erreicht. Wer diese Software testen möchte, kann das gerne tun. Auf der Homepage gibt es eine kostenlose Version, die zwar einige Features nicht mitbringt, dennoch aber einen guten Eindruck von der App vermittelt. Außerdem gibt es dort noch diverse Screencasts, die ebenfalls sehr informativ sind.

Mindnode free gibt es im Mac Appstore für umsonst

Mindnode Pro gibt es im Mac Appstore für 15.99 €

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