Europäische Mobilfunkprovider wollen Apple zur Kasse bitten

Europäische Mobilfunkprovider wollen Apple zur Kasse bitten

Vor einigen Tagen entflammte das Gerücht das sich europäische Provider offenbar zusammenschließen wollen, um Firmen wie Apple und Google dazu zu verpflichten, einen Teil der Netzkosten für Infrastruktur etc. zu übernehmen. Grund hierfür sind die stetig steigenden Kosten, die für die Erweiterung der Netze notwendig sind.

Zahlreiche Provider leiden gerade unter der Belastung ihrer Netze, die durch moderne Smartphones wie z.B. das iPhone hervorgerufen wird. Vor allem die ständige Datenverbindung der Geräte sein ein Problem, diese wollen sich die Anbieter nun von den Herstellern bezahlen lassen. Die französische Telekom, Telecom Italia sowie die Vodafone Group wollen laut Bloomberg nun eine Abmachung treffen, die Hersteller wie Apple und Google dazu zwingen soll, auf Basis des Verbrauchs Gebühren zu zahlen. “Serviceanbieter fluten die Netzwerke ohne Zuzahlung”, so Stephane Richard, CEO von France Telecom. Dabei ist die Datennutzung an sich eine gute Sache für Anbieter, allerdings eben auch ein täglicher Kampf um die dafür benötigten Bandbreiten.

Das Hauptproblem liegt für die Provider in den Kosten für die nötigen Infrastrukturen. Mehrere Milliarden Euro müssen für die entsprechenden Veränderungen aufgebracht werden, um mit der aktuellen Entwicklung der Geräte mitzukommen.

Eine Zahlungsforderung seitens der Provider wurde zuletzt in den USA gewünscht: Google und Verizon wollten erreichen, dass es möglich wird, Kunden bzw. die Contentanbieter dazu zu verpflichten, für die verbrauchten Daten zu zahlen. Dieser Wunsch blieb allerdings unerfüllt.

Ich persönlich finde dies eine Frechheit, wofür zahlen wir monatliche Gebühren für Flatrates etc., streng genommen könnten dann Fernsehgerätehersteller durch die Kabelnetzanbieter auch zur Kassen gebeten werden. Schließlich braucht jedes TV Gerät einen Kabel oder Sat Anschluß und auch diese Infrastruktur muss auf- bzw. ausgebaut und gewartet werden.